Start » Wasserspender Vergleich » Wissen rund um Wasserspender » Reinigung Wasserspender, Intervalle, Mittel und Ablauf im Betrieb
Die Reinigung eines Wasserspenders im Betrieb besteht aus zwei Ebenen, der täglichen Pflege von Auslauf, Tropfschale und Gehäuse durch den Betrieb und der regelmäßigen Desinfektion aller wasserführenden Teile durch geschultes Personal oder den Service. Gesundheitsämter empfehlen die tägliche Wischdesinfektion und bei leitungsgebundenen Geräten eine komplette Reinigung und Desinfektion vierteljährlich bis halbjährlich. Wichtig sind lebensmittelgeeignete Mittel, ein fester Reinigungsplan und eine lückenlose Dokumentation. Hier finden Sie die Schritte, die Intervalle, geeignete Reinigungsmittel und Hinweise für Gallonengeräte und Wassersprudler.
Die tägliche Reinigung ist der wichtigste Schutz gegen Keime, weil der Auslauf die Stelle mit dem meisten Kontakt ist. Sie dauert wenige Minuten und kann von Reinigungskräften oder einer benannten Person im Team übernommen werden.
Culligan empfiehlt in seiner FAQ, die Abtropfschale täglich zu entleeren und regelmäßig im Geschirrspüler bei mindestens 60 Grad zu reinigen, dazu eine tägliche Desinfektion mit einem Hygienespray.
Die Intervalle hängen von Gerätetyp, Nutzung und Standort ab. Das Bundesinstitut für Risikobewertung spricht davon, Wasserspender mehrmals im Jahr gründlich zu reinigen und zu desinfizieren. Konkretere Werte nennen die Gesundheitsämter. Die Tabelle fasst sie zusammen, maßgeblich bleiben die Herstellerangaben.
| Intervall | Leitungsgebundener Wasserspender | Gallonengerät |
|---|---|---|
| täglich | Wischdesinfektion von Gehäuse und Auslauf, Tropfschale leeren | Funktionsprüfung, äußere Reinigung, Tropfbecken leeren |
| bei jedem Behälterwechsel | entfällt | Zapfhahn und Aufnahme desinfizieren |
| vierteljährlich bis halbjährlich | komplette Reinigung und Desinfektion aller wasserführenden Teile | zweimal jährlich komplette Desinfektion |
| halbjährlich | Sichtkontrolle, Verschleißteile tauschen | hygienische Instandhaltung im Wechsel mit Desinfektion |
| jährlich | Inspektion und mikrobiologische Untersuchung | Wartung nach Herstellerangabe |
Herstellerangaben liegen in einem ähnlichen Rahmen. BWT empfiehlt eine professionelle Reinigung alle sechs Monate, die Installationsanleitung des Untertischkühlers U2 von Borg & Overström nennt ebenfalls ein Reinigungsverfahren alle sechs Monate. In Kliniken und Pflegeeinrichtungen empfiehlt die sächsische Landesuntersuchungsanstalt eine Desinfektion aller wasserführenden Teile wöchentlich bis vierzehntägig.
Die Aufgaben teilen sich klar auf. Alles, was außen liegt und täglich verschmutzt, übernimmt der Betrieb. Alles, was das Öffnen des Geräts erfordert, gehört in die Hand von geschultem Personal oder des Anbieters.
Tropfschale, Auslauf, Tasten und Gehäuse, Kontrolle auf Auffälligkeiten
Behälterwechsel bei Gallonen, Desinfektion des Zapfhahns, Spülen nach Stillstand
Desinfektion aller wasserführenden Teile, Filterwechsel, Dichtungen, Prüfung der Technik
Bei Mietgeräten und Wartungsverträgen ist die Desinfektion durch den Service meist enthalten. Culligan nennt für Mietgeräte eine Wartung alle sechs Monate, bei der alle wasserführenden Leitungen gespült und das Gerät desinfiziert wird. Wie eine Desinfektion im Detail abläuft, zeigt der Ratgeber Wasserspender desinfizieren.
Für die Reinigung eignen sich nur Mittel, die für Lebensmittelkontaktflächen zugelassen sind und sich rückstandsfrei abspülen lassen. Die Lebensmittelüberwachung Jena fordert ausdrücklich lebensmittelgeeignete, leicht ausspülbare Reinigungsmittel. Viele Anbieter liefern eigene Hygienesprays oder geben in der Bedienungsanleitung freigegebene Mittel an. Halten Sie sich daran, denn falsche Mittel können Dichtungen, Kunststoffe oder Beschichtungen angreifen und Gewährleistungsansprüche gefährden.
Herstellereigene Hygienesprays, für Lebensmittelbereiche freigegebene Wischdesinfektionsmittel, mildes Spülmittel für Tropfschale und Gehäuse, Einwegtücher oder täglich gewechselte Tücher.
Scheuermittel und Scheuerschwämme, Chlor- und Sanitärreiniger ohne Freigabe, Glasreiniger am Auslauf und Lappen, die auch für andere Flächen genutzt werden. Essig oder Zitronensäure zum Entkalken nur verwenden, wenn der Hersteller es erlaubt. Mehr zum Thema Kalk lesen Sie im Ratgeber Leitungswasser entkalken.
Bei Gallonengeräten ist der Behälterwechsel ein kritischer Moment, weil Flaschenhals und Aufnahmedorn berührt werden. Das Gesundheitsamt Marburg-Biedenkopf empfiehlt, den Zapfhahn bei jedem Wechsel zu desinfizieren, Standzeiten über 14 Tage nach Anbruch zu vermeiden und den Behälter mindestens alle vier Wochen zu wechseln. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät ebenfalls, geöffnete Behälter nicht länger als zwei Wochen zu nutzen.
Wann sich eine Gallone gegenüber einem Festwassergerät lohnt, zeigt die Seite zu Gallonen-Wasserspendern.
Je nach Bauform verschieben sich die Schwerpunkte der Reinigung. Bei Untertischgeräten mit Zapfhahn auf der Arbeitsplatte steht der Hahn im Mittelpunkt. Er liegt direkt neben der Spüle und wird leicht mit Spritzwasser, Kaffeeresten oder Spülschaum benetzt. Wischen Sie ihn täglich ab und halten Sie den Unterschrank trocken und frei von Putzmitteln, damit die Lüftung des Kühlers nicht behindert wird.
Bei Stand- und Tischgeräten sammeln sich Staub und Fett an Lüftungsgittern und Rückwand. Saugen oder wischen Sie diese Flächen bei der wöchentlichen Grundreinigung, denn verstopfte Gitter mindern die Kühlleistung. Bei Geräten mit Heißwasser ist Vorsicht beim Reinigen des Auslaufs geboten, das Gehäuse kann dort heiß sein.
Trinkbrunnen in Schulen, Sporthallen und Fluren werden stärker beansprucht und häufiger mit dem Mund oder mit Flaschen berührt. Hier sind eine tägliche Desinfektion des Bereichs um den Auslauf und eine Kontrolle des Abflusses Pflicht. Für Schulen und Kitas empfiehlt es sich, die Reinigung in den Plan des Reinigungsdienstes aufzunehmen und in den Ferien eine Spülregel festzulegen. Mehr zu Bauformen lesen Sie bei den Trinkbrunnen und im Ratgeber Wasserspender Einbau.
In kleinen Büros stehen oft Haushalts-Wassersprudler statt eines Wasserspenders. Auch sie brauchen Pflege. Die Sprudelflaschen sollten nach jeder Nutzung ausgespült und regelmäßig mit warmem Wasser und mildem Spülmittel gereinigt werden. In den Geschirrspüler gehören Kunststoffflaschen nur, wenn der Hersteller sie als spülmaschinengeeignet kennzeichnet, Glasflaschen sind meist unempfindlicher. Die Sprudeldüse wischen Sie mit einem sauberen, feuchten Tuch ab.
Wichtig ist, dass Flaschen offen und trocken lagern und nicht tagelang mit Restwasser herumstehen. Ab einer gewissen Teamgröße steigt der Aufwand stark, weil viele Flaschen im Umlauf sind. Ein leitungsgebundener Wasserspender mit Sprudel und Wartung ist dann meist hygienischer und bequemer. Mehr zu Flaschen und Bechern finden Sie im Ratgeber Becher und Trinkflaschen am Wasserspender.
Im Preisrechner sehen Sie in einer Minute, was ein Gerät mit Reinigung und Wartung durch den Service für Ihr Team im Monat kostet.
Steht ein Wasserspender mehrere Tage still, steht auch das Wasser in Gerät und Anschlussleitung. Das Gesundheitsamt Marburg-Biedenkopf empfiehlt, das Leitungsvolumen der Anschlussleitung mindestens alle 72 Stunden vollständig auszutauschen, auch während Betriebsunterbrechungen, Ferien und verlängerter Wochenenden. Die Lebensmittelüberwachung Jena rät, nach mehr als zwei Tagen ohne Nutzung 3 Liter Wasser je Zapfhahn zu verwerfen.
Legen Sie für Schulen, Kitas und Betriebe mit Betriebsruhe fest, wer die Spülung übernimmt. Manche Geräte spülen automatisch, Aquadona nennt das etwa für die Kaskade, Kärcher eine automatische Spülung für die WPD Geräte. Die automatische Spülung ersetzt aber nicht die tägliche Reinigung des Auslaufs.
Ein Reinigungsplan sorgt dafür, dass nichts vergessen wird, und dient als Nachweis gegenüber Behörden. Die Lebensmittelüberwachung Dithmarschen empfiehlt, die Reinigung in einem Desinfektionsplan zu erfassen und alle Arbeiten schriftlich festzuhalten. Laut Lebensmittelüberwachung Jena prüfen Kontrolleure unter anderem Wartungsprotokolle, Reinigungsnachweise und Schulungsnachweise.
Hängen Sie den Plan gut sichtbar am Gerät oder in der Teeküche aus und bewahren Sie die ausgefüllten Blätter oder digitalen Einträge auf. Wann der Filter fällig ist, lesen Sie im Ratgeber Wasserfilter wechseln.
Viele Hygieneprobleme im Büro entstehen nicht durch fehlende, sondern durch falsche Reinigung. Diese Fehler begegnen in der Praxis häufig.
Wie Keime entstehen und wie ein vollständiges Hygienekonzept aussieht, erklärt der Grundlagenartikel zur Hygiene am Wasserspender.
Die tägliche Pflege reicht nicht mehr, wenn das Wasser auffällig schmeckt oder riecht, Beläge am Auslauf sichtbar werden, ein Laborbefund auffällig ist oder das Gerät lange ohne Spülung stillstand. Dann sollte der Service alle wasserführenden Teile desinfizieren und Filter tauschen.
Planen Sie die Desinfektion durch den Service fest ein, statt nur bei Problemen zu reagieren. Bei gekauften Geräten fallen dafür nach unserer Auswertung öffentlicher Preisangaben ohne Servicevertrag etwa 210 bis 380 Euro im Jahr an, ohne Umsatzsteuer, Stand Oktober 2026. Was ein Vertrag regeln sollte, lesen Sie auf der Seite zu Wasserspendern mit Wartungsvertrag und im Ratgeber zur Wasserspender Wartung.
Auslauf, Tropfschale und Gehäuse täglich. Alle wasserführenden Teile sollten bei leitungsgebundenen Geräten vierteljährlich bis halbjährlich desinfiziert werden, bei Gallonengeräten mindestens zweimal jährlich. In Kliniken gelten kürzere Intervalle.
Nur lebensmittelgeeignete, leicht ausspülbare Mittel, am besten das vom Hersteller freigegebene Hygienespray. Scheuermittel, Chlorreiniger ohne Freigabe und Glasreiniger gehören nicht an den Auslauf.
Die tägliche Reinigung von Auslauf, Tropfschale und Gehäuse übernimmt der Betrieb selbst. Die Desinfektion aller wasserführenden Teile und den Filterwechsel sollte geschultes Personal oder der Service erledigen.
Täglich leeren und ausspülen, regelmäßig gründlich reinigen. Culligan empfiehlt dafür den Geschirrspüler bei mindestens 60 Grad, sofern die Schale dafür geeignet ist.
Flaschen nach jeder Nutzung ausspülen und regelmäßig mit warmem Wasser und mildem Spülmittel reinigen. In den Geschirrspüler nur, wenn die Flasche als spülmaschinengeeignet gekennzeichnet ist. Flaschen offen und trocken lagern.
Vor der ersten Nutzung ausreichend Wasser ablaufen lassen, laut Lebensmittelüberwachung Jena 3 Liter je Zapfhahn nach mehr als zwei Tagen Stillstand. Danach Auslauf desinfizieren. Bei längerem Stillstand ohne Spülung sollte der Service das Gerät prüfen.
Der Betrieb reinigt täglich Auslauf, Tasten und Tropfschale und spült das Gerät nach Stillstand. Die Desinfektion der Leitungen im Gerät, den Filterwechsel und die Prüfung von Dichtungen übernimmt der Service, je nach Vertrag alle drei bis zwölf Monate. Eine Laborprobe zeigt, ob das Konzept wirkt.
Gesundheitsämter und Lebensmittelüberwachung empfehlen eine schriftliche Dokumentation aller Reinigungen, Behälterwechsel und Wartungen. Bei Kontrollen werden diese Nachweise geprüft.
Geben Sie Ihren Bedarf an und erhalten Sie kostenlos Angebote passender Anbieter.
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