Start » Wasserspender Vergleich » Wissen rund um Wasserspender » Wasserspender Anschluss an die Wasserleitung, welche Anschlüsse ein Gerät braucht
Für den Wasserspender Anschluss an die Wasserleitung brauchen Sie in der Regel ein Kaltwasser-Geräteventil oder Eckventil mit Rückflussverhinderer, eine Schukosteckdose und je nach Modell einen Abfluss, alles in höchstens 1,5 bis 3 Metern Entfernung vom Aufstellort. Der Leitungsdruck sollte laut Herstellerangaben mindestens rund 2,5 bar betragen. Ist kein Anschluss in der Nähe, verlegt ein eingetragener Installateur eine kurze Leitung, die Erstinstallation kostet laut Marktkorridor etwa 150 bis 300 Euro. Dieser Ratgeber erklärt jede Anschlussart, typische Hürden im Bestand und die Aufgabenteilung zwischen Installateur und Anbieter.
Ein Wasserspender mit Festwasseranschluss bezieht Trinkwasser direkt aus der Hausinstallation. Damit er sicher und hygienisch arbeitet, müssen am Aufstellort vier Voraussetzungen erfüllt sein. Welche genau gelten, steht in der Installationsanleitung des Herstellers, die Sie vor der Planung anfordern sollten.
Geräteventil oder Eckventil mit Rückflussverhinderer, ausreichender Druck und Trinkwasserqualität.
Eigene Schukosteckdose mit 230 Volt in der Nähe, für Kühlung, Karbonator und Heißwasser.
Je nach Modell ein Abwasseranschluss mit Geruchsverschluss, sonst eine Tropfschale.
Flasche mit Kohlensäure in Lebensmittelqualität und freie Lüftungsschlitze.
Die Grundlagen der Bauart erklärt der Überblick zum Wasserspender mit Festwasseranschluss. Wie leitungsgebundene Geräte im Inneren funktionieren, beschreibt der Ratgeber Was ist ein Wasserspender.
Der Wasseranschluss erfolgt an einer Kaltwasserleitung. Die Stadtwerke München nennen für die M-Wasserbar ein Geräteventil oder Kombieckventil mit Abgang DN 20, also 3/4 Zoll Außengewinde nach unten, höchstens 1,50 Meter vom Gerät entfernt. In einer Installationsanleitung für BRITA Geräte steht ebenfalls ein Eck- oder Absperrventil mit 3/4 Zoll Außengewinde, der Anschluss sollte nicht weiter als zwei Meter seitlich vom Gerät liegen.
Beim Druck nennt dieselbe Anleitung mindestens 2,5 bar bei 2 Litern pro Minute Durchfluss und höchstens 6 bar, ein mitgelieferter Druckminderer gleicht Schwankungen aus. Die Eingangstemperatur des Wassers soll zwischen 5 und 25 Grad liegen. Wasserspender werden daher immer an Kaltwasser angeschlossen, nie an eine Warmwasserleitung.
Je länger die Zuleitung, desto mehr Wasser steht zwischen den Zapfungen darin. Planen Sie den Abzweig deshalb nahe an einer häufig genutzten Leitung, etwa an der Spüle der Teeküche. Lange Stichleitungen zu selten genutzten Ecken sind aus Hygienesicht ungünstig.
Ein Wasserspender kühlt, karbonisiert oder erhitzt Wasser. Damit dieses Wasser nie in die Trinkwasserleitung des Gebäudes zurückfließt, schreibt die Norm DIN EN 1717 geeignete Sicherungseinrichtungen vor. In der Praxis ist das ein Rückflussverhinderer, oft kombiniert mit einem Rohrbelüfter. Die Stadtwerke München verlangen für die M-Wasserbar ein Ventil mit Rohrbelüfter und Rückflussverhinderer, DVGW geprüft und zugelassen.
Viele Geräte bringen einen Rückflussverhinderer bereits mit, andere setzen ihn am Ventil voraus. Klären Sie mit dem Anbieter, welche Armatur er erwartet und ob der Installateur sie stellt. Ein zusätzlicher Leckageschutz, der bei austretendem Wasser automatisch absperrt, ist vor allem bei Untertischgeräten in Schränken sinnvoll.
Für Kühlung, Karbonator und Heißwasser braucht das Gerät eine Steckdose. Die Stadtwerke München nennen eine Schukosteckdose mit 230 Volt und 8 Ampere in höchstens 1,50 Metern Abstand, Mein-Wasserspender.de nennt eine FI-abgesicherte Steckdose mit 16 Ampere. Betreiben Sie das Gerät möglichst an einer eigenen Steckdose und nicht über Mehrfachstecker oder Verlängerungen, vor allem bei Heißwassergeräten.
Ein Abfluss ist nicht bei jedem Modell nötig. Die Stadtwerke München nennen einen Abwasseranschluss mit 40 Millimetern Durchmesser und Geruchsverschluss nach Bedarf, in der BRITA Anleitung ist ein Siphon für einen 1/2-Zoll-Schlauch optional vorgesehen. Geräte mit automatischer Spülung, thermischer Desinfektion oder Trinkbrunnen brauchen in der Regel einen festen Abfluss. Aquadona etwa nennt für alle Geräte einen Festwasser- und einen Abwasseranschluss.
Die Tabelle fasst die Anforderungen aus öffentlich zugänglichen Herstellerunterlagen zusammen. Maßgeblich ist immer die Anleitung des konkreten Modells.
| Anschluss | Typische Anforderung | Quelle der Angabe |
|---|---|---|
| Wasser | Geräte- oder Eckventil mit 3/4 Zoll Außengewinde, Kaltwasser | Stadtwerke München, BRITA Installationsanleitung |
| Wasserdruck | mindestens etwa 2,5 bar, höchstens 6 bar | BRITA Installationsanleitung, Mein-Wasserspender.de |
| Wassertemperatur | 5 bis 25 Grad am Eingang | BRITA Installationsanleitung |
| Sicherung | Rückflussverhinderer, oft mit Rohrbelüfter | DIN EN 1717, Stadtwerke München |
| Strom | Schukosteckdose 230 Volt, abgesichert | Stadtwerke München, Mein-Wasserspender.de |
| Abfluss | nach Bedarf 40 mm mit Geruchsverschluss | Stadtwerke München |
| Abstand | 1,5 bis 3 Meter je Anschluss | Stadtwerke München, BRITA Installationsanleitung |
| Umgebung | höchstens 32 Grad, Lüftung frei | BRITA Installationsanleitung |
Steht am Wunschort kein Ventil zur Verfügung, gibt es drei Wege. Erstens verlegt ein Installateur eine kurze Leitung von der nächsten Kaltwasserleitung, etwa aus der Teeküche oder einem Sanitärraum. Zweitens wählen Sie einen anderen Standort mit vorhandenem Anschluss. Drittens nutzen Sie ein Gerät ohne Leitung, also einen Gallonenspender oder einen Tank.
Für einen Wasserspender mit Direktanschluss in der Kantine, im Flur oder im Außenbereich können Kosten deutlich steigen. Aquadona nennt für Außenbrunnen als Richtwert rund 1.000 Euro pro Meter gegrabener Wasserleitung. Für Untertischlösungen und Einbaugeräte in Küchenzeilen beschreibt der Ratgeber zum Einbau von Wasserspendern die Planung. Die Alternativen ohne Anschluss vergleicht der Ratgeber Wasserspender mit Leitungsanschluss oder Gallone.
Die Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser regelt in § 12, dass der Anschlussnehmer für die Anlage hinter dem Hausanschluss verantwortlich ist, bei vermieteten oder überlassenen Anlagen neben dem Nutzer. Errichtung und wesentliche Veränderungen dürfen nur durch das Wasserversorgungsunternehmen oder ein in ein Installateurverzeichnis eingetragenes Installationsunternehmen erfolgen. Ob der Anschluss eines Geräts an ein vorhandenes Ventil darunterfällt, sollten Sie im Einzelfall mit Installateur oder Vermieter klären.
Der Installateur setzt das Ventil mit Sicherungsarmatur, verlegt bei Bedarf Leitung und Abfluss und prüft den Druck. Elektroarbeiten für eine neue Steckdose übernimmt eine Elektrofachkraft. Der Anbieter stellt das Gerät auf, schließt es an das vorbereitete Ventil an, spült und desinfiziert es und weist das Personal ein. In Mietflächen brauchen Sie zusätzlich die Zustimmung des Vermieters.
Im Preisrechner sehen Sie, was Gerät, Erstinstallation und Wartung für Ihren Standort kosten.
Eine gute Vorbereitung verkürzt den Termin und vermeidet zweite Anfahrten. Planen Sie die Schritte in dieser Reihenfolge.
Viele Anbieter übernehmen die Koordination, etwa im Rahmen eines Wartungsvertrags. Laut EauVation stellt der Kunde beim Servicevertrag Wasser- und Stromanschluss sowie die CO2-Flasche, den Rest übernimmt der Anbieter.
Für Sprudelwasser braucht das Gerät eine Flasche mit Kohlensäure in Lebensmittelqualität, in der BRITA Anleitung als Typ E290 bezeichnet. Die Flasche steht meist im Unterschrank oder neben dem Gerät, gesichert gegen Umfallen und fern von Wärmequellen. Bei den Stadtwerken München beschafft der Kunde die Flasche selbst, eine 6-kg-Flasche reicht laut SWM für rund 1.200 Liter.
Achten Sie beim Aufstellort außerdem auf Belüftung. Die Kühlung gibt Wärme ab, Lüftungsschlitze dürfen nicht zugestellt werden, und die Umgebung sollte 32 Grad nicht überschreiten. Ein Platz direkt neben Heizkörper, Spülmaschine oder Kaffeemaschine ist ungünstig. Mehr zur Kühltechnik erklärt der Ratgeber zum Wasserspender mit Kühlung.
Je nach Einsatzort kommen weitere Anforderungen hinzu. In der Schule und in Sporthallen sollten Ventil, Schlauch und CO2-Flasche nicht frei zugänglich sein, robuste Geräte mit verdecktem Auslauf und fester Montage sind dort üblich. Grünbeck nennt für den sodajet Public eine One-Box-Lösung, in der auch eine 10-kg-CO2-Flasche Platz findet.
Im Krankenhaus und in Pflegeeinrichtungen spielen kurze Leitungen, Sterilfilter und thermische Desinfektion eine größere Rolle, ein fester Abfluss gehört dann meist zum Hygienekonzept. In der Produktion achten Sie auf einen Standort abseits von Staub, Fahrwegen und Wärmequellen und auf einen Anschluss, der auch bei Schichtbetrieb regelmäßig durchflossen wird.
Laut Marktkorridor kostet die Erstinstallation eines leitungsgebundenen Wasserspenders etwa 150 bis 300 Euro ohne Umsatzsteuer, wenn Ventil und Steckdose in der Nähe sind. Neue Leitungen, Wanddurchbrüche, Abfluss oder Elektroarbeiten berechnet der Installateur zusätzlich nach Aufwand. Bei Mietgeräten ist die Installation teils in der Rate enthalten, coffee perfect nennt etwa keine zusätzlichen Kosten für Lieferung, Montage und Konfiguration.
Am Vertragsende fällt bei manchen Anbietern eine Abholpauschale von etwa 150 Euro an. Planen Sie den Standort zudem so, dass bei einer Erweiterung ein zweites Gerät am selben Anschluss möglich ist. Die passende Gerätegröße ermitteln Sie mit dem Ratgeber zur Kapazität von Wasserspendern.
Das Gerät wird über einen Schlauch an ein Kaltwasser-Geräteventil oder Eckventil mit Rückflussverhinderer angeschlossen. Dazu kommen eine Steckdose und je nach Modell ein Abfluss.
Laut § 12 AVBWasserV dürfen Errichtung und wesentliche Änderungen der Anlage nur ein eingetragenes Installationsunternehmen oder der Wasserversorger vornehmen. Den Anschluss an ein vorbereitetes Ventil übernimmt in der Regel der Anbieter, im Zweifel klären Sie das mit dem Installateur.
Nicht immer. Viele Bürogeräte kommen mit einer Tropfschale aus, Geräte mit automatischer Spülung oder thermischer Desinfektion und Trinkbrunnen brauchen meist einen festen Abfluss.
Herstellerangaben nennen mindestens rund 2,5 bar und höchstens 6 bar. Bei schwankendem Druck setzt der Installateur einen Druckminderer.
Häufig wird ein Ventil mit 3/4 Zoll Außengewinde verlangt, etwa bei der M-Wasserbar der Stadtwerke München. Maßgeblich ist die Installationsanleitung des jeweiligen Modells.
Laut Marktkorridor etwa 150 bis 300 Euro ohne Umsatzsteuer für die Erstinstallation. Neue Leitungen, Abfluss oder Elektroarbeiten kommen nach Aufwand hinzu.
Ohne Leitung ist kein Direktanschluss möglich. Alternativen sind eine neu verlegte Zuleitung, ein anderer Standort, ein Gallonenspender oder ein mobiler Wassertank.
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