Start » Wasserspender Vergleich » Wissen rund um Wasserspender » Wasserspender für Büro und Betrieb, welche Kapazität und Größe zur Belegschaft passt
Ein Wasserspender für Büro und Betrieb muss vor allem zur Zahl der Nutzer und zu den Spitzenzeiten passen, nicht zur Größe des Raums. Als Faustwert rechnen Sie mit 0,5 bis 1 Liter je Person und Arbeitstag aus dem Gerät, im Sommer und bei körperlicher Arbeit mit deutlich mehr. Bis etwa 20 Personen reicht meist ein Tischgerät mit 20 bis 30 Litern pro Stunde, für 60 und mehr Personen braucht es Standgeräte, Zapfsäulen oder mehrere Entnahmestellen. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Verbrauch, Zapfleistung und Tankgröße berechnen und was die passende Gerätegröße kostet.
Die passende Kapazität ergibt sich aus drei Werten, dem Tagesverbrauch, der Spitzenlast in Pausen und der Wahl zwischen Gallone und Leitungsanschluss. Die Tabelle gibt eine erste Orientierung für leitungsgebundene Geräte. Werte für Zapfleistung stammen aus Anbieterangaben, Preise aus dem Marktkorridor ohne Umsatzsteuer, Stand Oktober 2026.
| Teamgröße | Empfohlene Geräteklasse | Zapfleistung und Kosten |
|---|---|---|
| bis 20 Personen | Tischwasserspender oder kompaktes Standgerät | 20 bis 30 l/h, Miete 30 bis 146 € oder Kauf 500 bis 1.500 € |
| 21 bis 60 Personen | leistungsstarkes Tisch- oder Standgerät | 30 bis 60 l/h, Miete 90 bis 300 € oder Kauf 1.000 bis 4.000 € |
| 61 bis 100 Personen | Standwasserspender mit hoher Leistung | 60 bis 80 l/h, Miete 110 bis 300 € oder Kauf 1.500 bis 7.000 € |
| über 100 Personen oder mehrere Bereiche | Zapfsäule oder mehrere Entnahmestellen | 80 bis 120 l/h je Stelle, Miete 200 bis 600 € oder Kauf 2.000 bis 8.000 € |
Kohlensäure hebt die Untergrenze der Preise, Sprudelgeräte liegen im Kauf etwa doppelt so hoch. Für die Feinplanung helfen die folgenden Abschnitte. Wer zunächst die Bauarten verstehen möchte, findet sie im Ratgeber Was ist ein Wasserspender.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt für Erwachsene einen Referenzwert für die Wasserzufuhr über Getränke an, rund 1,47 Liter für 19- bis 25-Jährige, 1,41 Liter für 25- bis 51-Jährige und 1,23 Liter für 51- bis 65-Jährige. Bei hohem Energieumsatz, Hitze und trockener Luft steigt der Bedarf laut DGE. Ein Teil dieser Menge wird zu Hause, ein Teil als Kaffee oder Tee getrunken.
Für die Planung eines Wasserspenders im Büro haben sich daher 0,5 bis 1 Liter je Person und Arbeitstag bewährt. In Produktion, Lager und Werkstatt oder an heißen Tagen sollten Sie mit 1,5 bis 2 Litern rechnen. Bei hohen Raumtemperaturen nennt die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5 die Bereitstellung geeigneter Getränke als mögliche Maßnahme. Praxen und Empfangsbereiche rechnen zusätzlich die Gäste ein, etwa 0,2 Liter je Patient im Wartezimmer der Arztpraxis.
Der Tagesverbrauch allein sagt wenig über die nötige Leistung, denn Wasser wird nicht gleichmäßig gezapft. Morgens, in der Mittagspause und bei Schichtwechsel füllen viele Personen gleichzeitig Gläser und Flaschen. Die Zapfleistung in Litern pro Stunde gibt an, wie viel gekühltes Wasser das Gerät am Stück liefert, bevor die Temperatur steigt.
Multiplizieren Sie die Zahl der Personen, die in der stärksten halben Stunde zapfen, mit der Menge je Zapfung und verdoppeln Sie den Wert für die Stundenleistung. Beispiel mit 40 Personen, von denen 60 Prozent in der Mittagspause eine Flasche mit 0,5 Litern füllen. Das sind 12 Liter in 30 Minuten oder 24 Liter pro Stunde. Ein Gerät mit 30 Litern pro Stunde reicht, eines mit 20 Litern wäre zu knapp.
coffee perfect nennt für die Modelle AP40 und AP50 bis zu 30 Liter und für BR50 und BR55 bis zu 50 Liter pro Stunde. EauVation gibt den Acqua 20 mit bis zu 20 Litern pro Stunde für bis zu 50 Personen an, den Acqua 80 mit bis zu 80 Litern für bis zu 100 Personen. welltec nennt 30 bis 120 Liter pro Stunde je Modell, Grünbeck für den sodajet Office unter 90 Litern pro Stunde. BWT ordnet die AQA drink Geräte nach Nutzern, bis 10, 20, 60 und über 60.
Wie gut ein Gerät Spitzen abfängt, hängt von der Kühltechnik ab. Trockenkühler kühlen im Durchlauf und sind platzsparend, sie passen zu gleichmäßigem Verbrauch. Nasskühler mit Eisbank speichern Kälte und liefern bei Stoßbetrieb mehr kaltes Wasser am Stück, etwa in Kantine oder Schule. Ein Wasserspender mit Tank hält einen Vorrat bereits gekühlten Wassers bereit, der in Pausen schnell zur Verfügung steht.
Je größer der Tank, desto länger steht Wasser im Gerät. Bei geringer Nutzung erhöht das die Gefahr von Stagnation. Wählen Sie den Tank deshalb nicht größer als nötig, oder achten Sie auf automatische Spülung und Hygienefunktionen. Mehr dazu erklärt der Ratgeber zum Wasserspender mit Kühlung.
Gallonenspender arbeiten mit Flaschen von 18,9 Litern, im Alltag oft als 20-Liter-Gallone bezeichnet. Die Kapazität entspricht damit dem Inhalt einer Flasche. Bei 0,75 Litern je Person und Tag ist eine Gallone bei 5 Personen nach rund fünf Arbeitstagen leer, bei 10 Personen nach zweieinhalb Tagen und bei 20 Personen etwa jeden Tag.
Jeder Wechsel bedeutet Heben einer Flasche mit rund 19 Kilogramm, Lagerung von Voll- und Leergut und einen Liefertakt. Ab etwa zehn Personen wird das aufwendig, außerdem kostet das Wasser je Liter ein Vielfaches des Leitungswassers. Die Kosten im Detail zeigt der Ratgeber zu Gallonen Wasserspendern.
| Teamgröße | Verbrauch im Monat | Gallonen im Monat |
|---|---|---|
| 5 Personen | rund 79 Liter | etwa 5 |
| 10 Personen | rund 158 Liter | etwa 9 |
| 20 Personen | rund 315 Liter | etwa 17 |
| 30 Personen | rund 473 Liter | etwa 25 |
Grundlage sind 0,75 Liter je Person und 21 Arbeitstage. Im Sommer sollten Sie mit einem Puffer von mindestens 30 Prozent planen.
Ein großer Wasserspender mit hoher Zapfleistung ist sinnvoll, wenn sich die Nutzer an einer Stelle bündeln, etwa in Kantine oder Pausenraum. Verteilen sich die Beschäftigten auf mehrere Etagen, Gebäude oder Hallen, sind zwei kleinere Geräte oft besser. Kurze Wege erhöhen erfahrungsgemäß die Nutzung, und bei einer Störung fällt nicht die gesamte Versorgung aus.
Für sehr große Standorte bieten Anbieter Zapfsäulen und Gastronomiegeräte an. EauVation nennt die Zapfsäule Acqua Tower für bis zu 200 Personen am Tag, welltec das Modell PURE Passion mit bis zu 120 Litern pro Stunde, Kärcher das Modell WPD 200 für höheren Bedarf. In der Industrie und Produktion zählt zusätzlich ein robustes Gehäuse und eine Platzierung abseits von Staub und Fahrwegen.
Geben Sie Teamgröße und Wunschausstattung in den Preisrechner ein und vergleichen Sie passende Geräte und Angebote.
Große Standgeräte brauchen eine ebene Fläche, Abstand zur Wand für die Lüftung und einen Wasseranschluss in der Nähe. Die Stadtwerke München nennen für die M-Wasserbar höchstens 1,50 Meter Abstand zu Geräteventil, Steckdose und Abfluss. Planen Sie außerdem Platz für die CO2-Flasche, Becher oder Gläser und eine Abstellfläche für Flaschen ein.
Für ein großes Büro mit offenem Grundriss eignet sich ein Standort an der Teeküche, nicht am Empfang oder im Durchgang. Die Anforderungen an den Anschluss erläutert der Ratgeber zu den Anschlussarten für Wasserspender. Branchenspezifische Hinweise für die Verwaltung finden Sie auf der Seite Wasserspender im Büro.
Tagesverbrauch rund 11 Liter, Spitzenlast unter 10 Litern pro Stunde. Ein Tischgerät mit 20 bis 30 Litern pro Stunde, still und sprudelnd, reicht. Kosten laut Marktkorridor 30 bis 146 Euro Miete im Monat.
Tagesverbrauch rund 38 Liter, Spitzenlast je Etage rund 15 Liter pro Stunde. Zwei Geräte mit je 30 Litern pro Stunde verteilen die Last und verkürzen Wege. Kosten je Gerät 90 bis 300 Euro Miete im Monat in der Klasse 21 bis 60 Arbeitsplätze, bei zwei kleineren Geräten entsprechend in der unteren Klasse.
Tagesverbrauch bei 1,5 Litern je Person rund 180 Liter. Zum Schichtwechsel zapfen viele Personen gleichzeitig. Empfehlenswert sind zwei Standgeräte mit 60 bis 80 Litern pro Stunde oder eine Zapfsäule. Laut Marktkorridor liegen die Kosten bei 200 bis 600 Euro im Monat Miete oder 2.000 bis 8.000 Euro im Kauf.
Viele Betriebe wählen das Gerät nach dem Preis und merken erst im Sommer, dass die Kühlleistung nicht reicht. Diese Fehler lassen sich vermeiden.
Lassen Sie sich die Zapfleistung gekühlt und sprudelnd getrennt bestätigen, denn Datenblätter nennen oft nur den Höchstwert.
Die Kosten steigen mit Zapfleistung, Wassersorten und Hygieneausstattung. Für ein leitungsgebundenes Gerät für 61 bis 100 Arbeitsplätze nennt der Marktkorridor 110 bis 300 Euro im Monat Miete oder 1.500 bis 7.000 Euro im Kauf, für über 100 Personen oder mehrere Bereiche 200 bis 600 Euro im Monat oder 2.000 bis 8.000 Euro Kauf, jeweils ohne Umsatzsteuer. Dazu kommen Erstinstallation mit 150 bis 300 Euro, CO2-Kartuschen mit 15 bis 25 Euro und Strom mit 5 bis 10 Euro im Monat.
Wer ohne Servicevertrag kauft, zahlt die Wartung separat, laut Marktkorridor 210 bis 380 Euro im Jahr. Bei großen Geräten mit hoher Auslastung lohnt sich ein Wartungsvertrag, weil Filter häufiger gewechselt werden müssen. Vernetzte Geräte, die Verbrauch und Filterstatus melden, beschreibt der Ratgeber zu app-gesteuerten Wasserspendern.
Ein leitungsgebundenes Tischgerät mit 20 bis 30 Litern pro Stunde reicht meist aus. Die Miete liegt laut Marktkorridor bei 30 bis 146 Euro im Monat ohne Umsatzsteuer.
Für die Planung genügen 0,5 bis 1 Liter je Person und Arbeitstag aus dem Wasserspender. Bei Hitze oder körperlicher Arbeit sollten Sie mit 1,5 bis 2 Litern rechnen.
Für 61 bis 100 Arbeitsplätze nennt der Marktkorridor 110 bis 300 Euro Miete im Monat oder 1.500 bis 7.000 Euro im Kauf. Für über 100 Personen liegen die Werte bei 200 bis 600 Euro im Monat.
Eine Gallone mit 18,9 Litern reicht bei fünf Personen etwa eine Arbeitswoche, bei 20 Personen rund einen Tag. Grundlage sind 0,75 Liter je Person und Tag.
Ein Tank oder eine Eisbank fängt Spitzen besser ab und passt zu Kantinen und Schulen. Durchlaufkühlung spart Platz und Strom und eignet sich für gleichmäßige Nutzung im Büro.
Ab etwa 60 Personen an einem Standort lohnt sich ein Standgerät mit 60 Litern pro Stunde oder mehr. Verteilen sich die Personen auf mehrere Bereiche, sind mehrere kleinere Geräte oft sinnvoller.
Für Kantinen eignen sich Standgeräte mit Eisbank, Zapfsäulen und Gastronomiegeräte mit 80 bis 120 Litern pro Stunde. Anbieter nennen etwa Zapfsäulen für bis zu 200 Personen am Tag.
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