Start » Wasserspender Vergleich » Wissen rund um Wasserspender » Was ist ein Wasserspender, Wasserspender Systeme, Aufbau und Funktion im Überblick
Wasserspender Systeme lassen sich in vier Gruppen einteilen, nämlich leitungsgebundene Geräte mit Festwasseranschluss, Gallonenspender mit Flaschen von 18,9 Litern, Tafelwasseranlagen für die Gastronomie und Trinkbrunnen für öffentliche Bereiche. Alle geben Trinkwasser gekühlt, ungekühlt, sprudelnd oder heiß aus, unterscheiden sich aber in Wasserquelle, Leistung, Hygiene und Kosten. Für Betriebe ist die Bauart die wichtigste Entscheidung, weil sie Installation, Logistik und laufende Ausgaben bestimmt. Dieser Ratgeber erklärt Aufbau und Funktion jedes Systems und zeigt, welches zu Büro, Praxis, Schule oder Produktion passt.
Ein Wasserspender ist ein Gerät, das Trinkwasser bereitstellt und portionsweise in Glas, Becher oder Flasche ausgibt. Je nach Ausstattung filtert er das Wasser, kühlt es, versetzt es mit Kohlensäure oder erhitzt es. Im Betrieb ersetzt er Mineralwasserkisten und sorgt dafür, dass Beschäftigte, Gäste oder Patienten jederzeit Wasser trinken können.
Die Wasserquelle unterscheidet die Systeme grundlegend. Ein Gerät mit Festwasseranschluss wird an die Trinkwasserleitung des Gebäudes angeschlossen und bereitet Leitungswasser auf. Ein Gallonenspender bezieht Wasser aus einer aufgesetzten oder eingelegten Flasche, die ein Lieferdienst bringt. Tafelwasseranlagen und Trinkbrunnen sind Sonderformen für Gastronomie und öffentliche Bereiche. Einen Überblick über alle Bauarten und Anbieter bietet die Startseite der Wasserspender Experten.
Die vier Systeme decken unterschiedliche Anforderungen ab. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede für den gewerblichen Einsatz.
| System | Wasserquelle und Anschluss | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Leitungsgebundener Wasserspender | Trinkwasserleitung, Strom, teils Abfluss | Büro, Praxis, Schule, Produktion |
| Gallonenspender | Flasche mit 18,9 Litern, nur Strom | kleine Teams, Räume ohne Wasseranschluss, Events |
| Tafelwasseranlage | Trinkwasserleitung, meist Untertisch mit Zapfhahn | Gastronomie, Hotel, Kantine |
| Trinkbrunnen | Trinkwasserleitung und Abwasser, teils ohne Kühlung | Schulen, öffentliche Gebäude, Außenbereiche |
Innerhalb der Systeme gibt es verschiedene Bauformen. Tischgeräte stehen auf der Arbeitsplatte, Standgeräte auf dem Boden, Einbaulösungen bestehen aus einem Untertischgerät und einer Armatur. Trinkbrunnen werden meist an der Wand oder frei stehend montiert. Den direkten Vergleich der beiden häufigsten Systeme finden Sie im Ratgeber Wasserspender mit Leitungsanschluss oder Gallone.
Beim leitungsgebundenen Gerät fließt Trinkwasser über einen Zulauf mit Absperrventil und Rückflussverhinderer in das Gerät. Ein Filter, häufig ein Aktivkohleblock oder eine Kombination aus Aktivkohle und Kapillarmembran, hält Partikel zurück und verbessert Geruch und Geschmack. Danach wird das Wasser je nach Wahl gekühlt, karbonisiert oder erhitzt und über den Auslauf ausgegeben.
Ein Magnetventil öffnet nur auf Tastendruck oder Sensorsignal, sodass das Gerät dauerhaft unter Leitungsdruck steht und keinen Vorratsbehälter von Hand befüllt. Die Anforderungen an Zulauf, Strom und Abfluss erklärt der Ratgeber zu den Anschlussarten für Wasserspender.
Professionelle Geräte sichern den Weg vom Filter zum Auslauf zusätzlich. Anbieter nennen etwa UV-C-Licht am Wasserausgang, thermische Desinfektion mit heißem Wasser, automatische Spülungen gegen Stagnation oder mechanische Keimsperren am Auslauf. BRITA nennt dafür die Keimsperre Thermal Gate, Culligan die Firewall UV-C Technologie, Kärcher die thermische Desinfektion Thermo!Secure.
Beim Gallonenspender sitzt die Flasche kopfüber auf dem Gerät oder steht bei Bodenladern unten im Gehäuse, eine Pumpe fördert das Wasser dann nach oben. Laut Culligan hat das Gerät zwei Wasserwege, einer führt direkt zum Hahn für Wasser mit Raumtemperatur, der andere in einen Kühltank. Ein Kompressor kühlt den Tank nach dem Prinzip eines Kühlschranks. Ein Ventilsystem verhindert beim Flaschenwechsel, dass Wasser ausläuft.
Die Hygiene hängt hier stark von der Handhabung ab. Flaschenhals und Aufnahmedorn sollten beim Wechsel nicht berührt werden, der Wassertank muss regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden. Weil jede Flasche bestellt, gelagert und gewechselt wird, eignet sich das System vor allem für kleine Verbrauchsmengen.
Für die Kühlung gibt es zwei Prinzipien. Trockenkühler kühlen das Wasser im Durchlauf über einen Kühlblock und kommen ohne Eisbank aus, sie sind laut Culligan platzsparend und für gleichmäßige Abnahme geeignet. Nasskühler arbeiten mit einer Eisbank, die Kälte speichert und Spitzen abfängt, etwa in Kantinen oder Schulen in der Pause. Sie verbrauchen dafür mehr Strom. Mehr dazu erklärt der Ratgeber zum Wasserspender mit Kühlung.
Für Sprudelwasser mischt ein Karbonator Kohlendioxid aus einer Flasche in Lebensmittelqualität unter das gekühlte Wasser. Culligan nennt rund 300 Liter Sprudelwasser je 2-kg-Flasche, die Stadtwerke München rund 1.200 Liter je 6-kg-Flasche. Heißwasser liefern Geräte mit einem eigenen Boiler, Kärcher nennt für die Baureihe WPD 80 bis 95 Grad. Für Kitas und Wartezimmer ist eine Kindersicherung am Heißwasser unverzichtbar.
Eine Tafelwasseranlage ist ein leitungsgebundenes System für die Gastronomie. Ein Untertischgerät filtert, kühlt und karbonisiert das Wasser, an der Theke sitzt nur ein Zapfhahn. Das Wasser wird in Karaffen oder Flaschen abgefüllt und am Tisch serviert. Rechtlich ist Tafelwasser in der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung geregelt, für die Kennzeichnung auf der Karte sollten Sie sich im Zweifel beraten lassen.
Trinkbrunnen sind robuste Geräte für Schulen, Sporthallen und den öffentlichen Raum. Sie sind meist an Wasser und Abwasser angeschlossen, oft vandalismussicher gebaut und teils ohne Kühlung. Moderne Modelle haben einen Flaschenfüller und spülen automatisch. Aquadona nennt etwa bei einem wandmontierten Gerät eine automatische Spülung und eine Abschaltung des Wasserflusses nach 20 Sekunden.
Datenblätter enthalten viele Werte. Für die Auswahl im Betrieb sind vor allem diese Angaben entscheidend.
| Kennwert | Bedeutung | Beispiele aus Anbieterangaben |
|---|---|---|
| Zapfleistung in Litern pro Stunde | wie viel gekühltes Wasser das Gerät am Stück liefert | coffee perfect 30 bis 50 l/h, EauVation 20 bis 80 l/h, welltec 30 bis 120 l/h |
| Nutzerzahl | für wie viele Personen das Gerät ausgelegt ist | BWT Modelle bis 10, 20, 60 und über 60 Nutzer |
| Wassersorten | still, gekühlt, medium, sprudelnd, heiß | BRITA bis fünf Sorten, Kärcher bis sechs Sorten |
| Anschlüsse | Wasser, Strom, Abfluss, CO2 | Geräteventil, Schukosteckdose, Abfluss nach Bedarf |
| Kältemittel und Energie | Klimawirkung und Stromverbrauch | natürliche Kältemittel wie R290 oder R600a |
| Hygienefunktionen | Schutz vor Rückverkeimung | UV-C, thermische Desinfektion, Keimsperre |
Welche Zapfleistung Sie brauchen, hängt von der Zahl der Nutzer und den Spitzenzeiten ab. Als Orientierung dient der Referenzwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die Erwachsenen je nach Alter rund 1,2 bis 1,5 Liter Wasser täglich über Getränke empfiehlt. Ein Teil davon fällt am Arbeitsplatz an, bei Hitze und körperlicher Arbeit deutlich mehr. Achten Sie außerdem auf Abmessungen und Gewicht, denn ein Standgerät braucht eine ebene Stellfläche mit Abstand zur Wand für die Belüftung, ein Tischgerät eine tragfähige Arbeitsplatte. Laut einer Installationsanleitung von BRITA sollte die Umgebungstemperatur 32 Grad nicht überschreiten und die Lüftungsschlitze dürfen nicht zugestellt werden. Eine Anleitung zur Berechnung bietet der Ratgeber zur Kapazität von Wasserspendern.
Haushaltsgeräte sind für wenige Personen gebaut und meist ohne Wartungsvertrag erhältlich. Ein professioneller Wasserspender ist für Dauerbetrieb, viele Zapfungen und dokumentierte Hygiene ausgelegt. Er hat größere Kühlleistung, robuste Gehäuse aus Edelstahl oder Kunststoff in Gewerbequalität, Hygienefunktionen und einen Servicepartner, der Filter wechselt und das Gerät desinfiziert.
Für Betriebe zählt außerdem, dass der Anbieter Installation und Wartung nachweist. Bei Leitungsgeräten ist laut § 12 der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser der Anschlussnehmer für die Anlage hinter dem Hausanschluss verantwortlich, bei überlassenen Anlagen zusätzlich der Nutzer. Die Errichtung und wesentliche Änderungen dürfen nur der Wasserversorger oder ein eingetragenes Installationsunternehmen ausführen. Ein dokumentierter Wartungsvertrag erleichtert diese Pflicht. Unabhängige Prüfkriterien beschreibt der Ratgeber zum Testen von Wasserspendern.
Der Preisrechner zeigt Ihnen in zwei Minuten, welches System und welche Kosten zu Ihrer Teamgröße passen.
Die Wahl hängt von Nutzerzahl, Raum und gewünschten Wassersorten ab. Diese Zuordnung hilft beim Einstieg.
Leitungsgebundenes Tisch- oder Standgerät mit still und sprudelnd, ab etwa zehn Personen wirtschaftlicher als Gallonen.
Robuste Trinkbrunnen oder Geräte mit Flaschenfüller, Heißwasser nur mit Sicherung.
Standgeräte mit hoher Zapfleistung, bei Hitze mit Kühlreserve über Eisbank.
Tafelwasseranlage mit Untertischgerät und Zapfhahn an der Theke.
Alle Systeme lassen sich kaufen oder mieten, bei vielen Anbietern auch leasen. Laut Marktkorridor kostet ein leitungsgebundener Wasserspender bis 20 Arbeitsplätze etwa 30 bis 146 Euro im Monat Miete oder 500 bis 1.500 Euro im Kauf, ohne Umsatzsteuer. Gallonenspender sind im Kauf günstiger, dafür kostet das Wasser deutlich mehr. Anbieter wie BRITA, BWT, Culligan, EauVation, Kärcher und welltec bieten Geräte mit Festwasseranschluss an, die Nennung ist keine Empfehlung.
Unabhängig vom System braucht jedes Gerät regelmäßige Hygiene. Filter werden je nach Anbieter halbjährlich oder jährlich gewechselt, das Gerät wird dabei desinfiziert. Wie Keime entstehen und wie Sie vorbeugen, erklärt der Ratgeber zur Hygiene bei Wasserspendern.
Ein Wasserspender ist ein Gerät, das Trinkwasser aus der Leitung oder aus einer Gallone bereitstellt und portionsweise ausgibt. Je nach Ausstattung filtert, kühlt, karbonisiert oder erhitzt er das Wasser.
Das Gerät ist an die Trinkwasserleitung angeschlossen. Das Wasser läuft durch einen Filter, wird gekühlt und auf Wunsch mit Kohlensäure versetzt oder erhitzt. Ein Ventil gibt es nur bei Bedarf frei.
Die Gallone sitzt auf oder im Gerät, das Wasser fließt in einen Kühltank und zu einem Hahn für ungekühltes Wasser. Ein Kompressor kühlt den Tank, gewechselt wird die Flasche von Hand.
Es gibt leitungsgebundene Geräte, Gallonenspender, Tafelwasseranlagen und Trinkbrunnen. Jedes System gibt es in verschiedenen Bauformen, etwa als Tischgerät, Standgerät oder Einbaulösung.
Entscheidend sind Zapfleistung in Litern pro Stunde, Nutzerzahl, Wassersorten, Anschlüsse und Hygienefunktionen. Achten Sie außerdem auf Kältemittel und Stromverbrauch.
Professionelle Geräte sind für Dauerbetrieb und viele Nutzer gebaut, haben mehr Kühlleistung und Hygienefunktionen. Dazu kommt ein Servicepartner, der Wartung und Desinfektion übernimmt.
Das hängt von Flaschengröße und Verbrauch ab. Culligan nennt rund 300 Liter Sprudelwasser je 2-kg-Flasche, die Stadtwerke München rund 1.200 Liter je 6-kg-Flasche. Verwenden Sie nur Kohlensäure in Lebensmittelqualität.
Ja, sobald er kühlt, karbonisiert oder erhitzt. Einige Trinkbrunnen ohne Kühlung oder mit autarker Versorgung kommen ohne Steckdose aus.
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