Start » Wasserspender Vergleich » Wissen rund um Wasserspender » Wasserspender mieten oder kaufen, was sich für Unternehmen rechnet
Ob Sie einen Wasserspender mieten oder kaufen sollten, entscheidet sich weniger am Gerätepreis als an Wartung, Laufzeit und der Frage, wer sich im Betrieb um Hygiene kümmert. Über vier Jahre liegen Kauf mit regelmäßiger Fachwartung und Miete mit Servicepaket oft näher beieinander, als die Monatsrate vermuten lässt. Ein leitungsgebundener Wasserspender kostet je Entnahmestelle für bis zu 20 Arbeitsplätze etwa 30 bis 146 Euro im Monat zur Miete oder 500 bis 1.500 Euro im Kauf, jeweils ohne Umsatzsteuer. Dieser Vergleich zeigt, welches Modell zu Belegschaft, Standort und Budget passt.
Für die meisten Unternehmen mit bis zu 60 Arbeitsplätzen ist die Miete eines leitungsgebundenen Geräts mit Wartung der einfachste Weg. Sie zahlen eine feste Rate, der Anbieter übernimmt Installation, Filterwechsel, Desinfektion und Störungen. Der Kauf rechnet sich, wenn das Gerät länger als die übliche Mietlaufzeit von drei bis fünf Jahren laufen soll und Sie die Wartung trotzdem fachgerecht beauftragen.
Leasing ist ein Finanzierungsweg und kein Servicepaket. Full Service bedeutet, dass Gerät, Wartung, Reparatur und oft auch CO2 in einer Rate stecken, egal ob das Gerät gemietet oder gekauft ist. Wer die Hygiene nicht selbst organisieren will, sollte deshalb eher auf den Serviceumfang achten als auf die Eigentumsfrage.
Einen Überblick über Bauarten und Systeme gibt der Ratgeber Wasserspender Systeme im Überblick. Die Details zu Vertragspunkten lesen Sie im Beitrag Wasserspender mieten, worauf Betriebe im Vertrag achten.
Die Tabelle stellt die vier Wege gegenüber. Die Preisangaben stammen aus unserem Marktkorridor für leitungsgebundene Geräte je Entnahmestelle, Stand September 2026, ohne Umsatzsteuer.
| Kriterium | Kauf | Miete | Leasing | Full Service |
|---|---|---|---|---|
| Eigentum | beim Betrieb | beim Vermieter | bei der Leasinggesellschaft | je nach Vertrag beim Anbieter oder Betrieb |
| Startkosten | 500 bis 8.000 Euro je nach Größe plus 150 bis 300 Euro Installation | meist keine, Installation oft enthalten | meist keine | meist keine |
| Laufende Kosten | Wartung 210 bis 380 Euro im Jahr, Filter, CO2, Strom | 30 bis 600 Euro im Monat je nach Größe | Rate plus separater Wartungsvertrag | eine Rate für Gerät, Wartung und Reparatur |
| Bindung | keine | häufig 36 bis 60 Monate, teils ohne Mindestlaufzeit | feste Grundlaufzeit | wie Miete |
| Hygieneverantwortung | beim Betrieb | Wartung durch Anbieter | beim Betrieb, sofern nicht vereinbart | beim Anbieter, tägliche Pflege beim Betrieb |
| Passt zu | langer Nutzung und eigenem Wartungsvertrag | Betrieben ohne Haustechnik | Betrieben, die finanzieren und Geräte frei wählen | Kliniken, Schulen, Filialbetrieben |
Der Unterschied zwischen Miete und Full Service ist fließend. Viele Anbieter nennen ihre Miete bereits Full Service, weil Wartung und Reparatur enthalten sind. Was ein Wasserspender mit Wartungsvertrag genau abdeckt, steht im Leistungsverzeichnis des Angebots.
Ein veröffentlichtes Beispiel liefert die Preisliste der Berliner Wasserbetriebe, Stand 1. September 2025, alle Preise netto. Ein Auftischgerät der Einstiegsklasse kostet dort 89 Euro im Monat bei 48 Monaten Miete. Enthalten sind Lieferung, Aufstellung, Inbetriebnahme, halbjährliche Wartung mit Desinfektion, Störungsbeseitigung bei ordnungsgemäßer Nutzung und eine CO2-Flasche. Dasselbe Gerät kostet im Kauf 2.449 Euro, die Inbetriebnahme 349 Euro und jede Wartung 269 Euro.
Bei einem großen Auftischgerät der Liste mit 159 Euro Monatsmiete über 48 Monate stehen 7.632 Euro Miete etwa 7.400 Euro Kauf mit Inbetriebnahme und acht Wartungen gegenüber. Das Ergebnis zeigt, dass der Kauf erst im fünften oder sechsten Jahr deutlich günstiger wird, sofern das Gerät dann noch hygienisch einwandfrei läuft.
Wer nur einmal im Jahr warten lässt oder einen günstigeren Servicepartner hat, kommt beim Kauf schneller in den Vorteil. Die Hygiene ist aber kein Sparposten, mehr dazu im Ratgeber zur Wartung von Wasserspendern.
Bevor Sie Beschaffungswege vergleichen, steht die Bauart fest. Sie bestimmt den Preis stärker als die Frage Kauf oder Miete.
Das Gerät hängt an der Trinkwasserleitung, filtert und kühlt. Standard für Büros und Betriebe mit festen Räumen.
Kein Wasseranschluss nötig, dafür laufende Kosten für Flaschen, Lieferung und Lagerplatz. Passt für Mietflächen ohne Leitung.
Sprudel hebt die Miete und verdoppelt etwa den Kaufpreis, Heißwasser ersetzt den Wasserkocher in Teeküchen.
Robuste Geräte für Schulen, Sporthallen und öffentliche Bereiche, oft mit Flaschenfüller und vandalensicherer Bedienung.
Ob ein Tischgerät reicht oder ein Standgerät nötig ist, hängt von Platz und Zapfmenge ab. Die Unterschiede erklärt der Beitrag Wasserspender mit Leitung oder Gallone.
Beim Kauf gehört das Gerät Ihrem Betrieb. Sie zahlen einmal, bilanzieren das Gerät und organisieren Wartung, Filterwechsel und Reparaturen selbst oder über einen Wartungsvertrag. Geräte bis 800 Euro netto können als geringwertige Wirtschaftsgüter sofort abgesetzt werden, teurere werden über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Lassen Sie die steuerliche Behandlung von Ihrer Steuerberatung bestätigen.
Worauf Sie bei der Anschaffung achten, beschreibt der Ratgeber Wasserspender kaufen. Die Einordnung zur Abschreibung finden Sie im Beitrag zur Nutzungsdauer von Wasserspendern.
Die Miete bindet kein Kapital und verlagert Technik und Hygiene zum Anbieter. Laut BRITA laufen Mietverträge in der Regel 36, 48 oder 60 Monate und enthalten Wartung, Ersatzteile und Support. EauVation bietet eine Miete ohne Mindestlaufzeit an. Culligan nennt für die Miete eine Wartung alle sechs Monate mit Reinigung, Desinfektion und Filtertausch und eine kostenlose Testphase von 14 Tagen.
Geben Sie Arbeitsplätze und gewünschte Wassersorten in den Preisrechner ein und sehen Sie Miete und Kauf für Ihren Standort im direkten Vergleich.
Beim Leasing finanziert eine Leasinggesellschaft das Gerät, Sie zahlen Raten über eine feste Grundlaufzeit. Wartung und Reparatur sind nicht automatisch enthalten und müssen über einen separaten Vertrag mit dem Anbieter geregelt werden. Kärcher und welltec nennen Leasing ausdrücklich als Option neben Kauf und Miete.
Leasing lohnt sich eher bei größeren Anlagen mit mehreren Entnahmestellen, weil Leasinggesellschaften häufig Mindestsummen ansetzen. Für die Bilanz und die Steuer zählt die genaue Vertragsgestaltung, deshalb gehört der Entwurf vor Unterschrift zur Steuerberatung. Mehr dazu im Ratgeber Wasserspender leasen.
Die Größe der Belegschaft bestimmt Kühlleistung und Zahl der Entnahmestellen. Die Werte gelten je Entnahmestelle, ohne Umsatzsteuer.
| Arbeitsplätze | Miete im Monat | Kauf | Typische Bauart |
|---|---|---|---|
| bis 20 | 30 bis 146 Euro | 500 bis 1.500 Euro | Tischgerät mit Festwasseranschluss |
| 21 bis 60 | 90 bis 300 Euro | 1.000 bis 4.000 Euro | Tisch- oder Standgerät, oft mit Sprudel |
| 61 bis 100 | 110 bis 300 Euro | 1.500 bis 7.000 Euro | Standgerät oder Untertischgerät mit Zapfhahn |
| über 100 oder mehrere Bereiche | 200 bis 600 Euro | 2.000 bis 8.000 Euro | mehrere Geräte oder Tafelwasseranlage |
Kohlensäure hebt die Untergrenze, ohne Servicevertrag sinkt die Rate. Wie viele Liter ein Team tatsächlich braucht, erklärt der Beitrag Kapazität von Wasserspendern im Büro. Branchenspezifische Hinweise gibt die Seite Wasserspender im Büro.
Die folgenden Empfehlungen sind Ausgangspunkte. Entscheidend bleibt das konkrete Angebot.
Viele Angebote sind auf den ersten Blick nicht vergleichbar, weil Leistungen unterschiedlich verpackt sind. Diese Fehler kommen häufig vor.
Lassen Sie sich von jedem Anbieter dieselbe Konfiguration anbieten.
Die folgende Auswahl ist alphabetisch sortiert und keine Empfehlung. Die Angaben stammen von den Websites der Anbieter, Stand Oktober 2026.
| Anbieter | Kauf | Miete | Besonderheit laut Anbieter |
|---|---|---|---|
| BRITA | ja, Wartungsvertrag optional | 36, 48 oder 60 Monate | Option auf Neugerät nach Mietende |
| Culligan | ja | ja, ab 1,90 Euro pro Tag | 14 Tage Test, Wartung alle sechs Monate |
| EauVation | mit Wartungs- oder Servicevertrag | ohne Mindestlaufzeit | drei Servicepakete |
| Kärcher | ja | ja, auch Leasing | Full-Service möglich |
| SWM M-Wasserbar | ab 2.450 Euro netto | 48 Monate für Gewerbe | Wartung in der Rate |
Weitere Profile finden Sie in der Übersicht der Wasserspender Anbieter.
Über vier Jahre liegen Kauf mit halbjährlicher Fachwartung und Miete mit Service oft nah beieinander. Der Kauf wird meist erst ab dem fünften oder sechsten Jahr günstiger. Ohne Wartung zu rechnen, verfälscht den Vergleich.
Vergleichen Sie Gesamtkosten über dieselbe Laufzeit, Zapfleistung pro Stunde, Wassersorten, Hygieneausstattung und Reaktionszeit des Service. Fordern Sie für jedes Angebot dieselbe Konfiguration an.
Für bis zu 20 Arbeitsplätze liegt die Miete je Entnahmestelle bei etwa 30 bis 146 Euro im Monat ohne Umsatzsteuer, für 21 bis 60 Arbeitsplätze bei etwa 90 bis 300 Euro. Mit Kohlensäure steigt die Untergrenze.
Neben dem Preis zählen Laufzeit, Wartungsintervall, enthaltene Filter und CO2, die Kosten für den Anschluss und die Abholung am Vertragsende. Ein kostenloser Testzeitraum hilft, Geschmack und Bedienung zu prüfen.
Das hängt vom Anbieter ab. Manche bieten am Ende der Laufzeit eine Übernahme oder ein Neugerät an, andere holen das Gerät ab. Klären Sie die Option vor Vertragsschluss schriftlich.
Der Vermieter übernimmt die vertraglich vereinbarte Wartung. Die tägliche Pflege wie Abtropfschale und Auslauf bleibt meist beim Betrieb, ebenso die Verantwortung für die Hausinstallation.
Für ein einzelnes kleines Gerät selten, weil Wartung separat dazukommt und Leasinggesellschaften oft Mindestsummen haben. Bei mehreren Entnahmestellen oder einer Tafelwasseranlage kann Leasing sinnvoll sein.
Geben Sie Ihren Bedarf an und erhalten Sie kostenlos Angebote passender Anbieter.
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